Meersalz, Steinsalz, Himalayasalz, Fleur de Sel – im Supermarkt steht eine ganze Wand voller Salz. Doch worin unterscheiden sich die Sorten wirklich? Hier erfährst du, wie die einzelnen Salze entstehen, wie sie schmecken und welches sich wofür eignet.
Die wichtigsten Salzsorten im Überblick
| Salz | Herkunft & Gewinnung | Typisch |
|---|---|---|
| Meersalz | Meerwasser verdunstet in Salinen durch Sonne und Wind | runder Geschmack, grob oder fein |
| Fleur de Sel | feine Kristalle, die sich bei Windstille an der Oberfläche bilden, von Hand geschöpft | zart, knusprig, zum Nachsalzen am Teller |
| Steinsalz | bergmännisch abgebaut aus ausgetrockneten Urmeeren, z. B. in den Alpen | meist gereinigt und fein gemahlen |
| Himalayasalz | Steinsalz, überwiegend aus der Salt Range in Pakistan | rosa durch Eisenoxid, geschmacklich ähnlich wie Steinsalz |
| Siedesalz / Tafelsalz | Sole wird gereinigt und eingedampft | sehr rein und fein, oft mit Jod und Rieselhilfen |
Meersalz: das Salz aus Sonne und Wind
Für Meersalz wird Meerwasser in flache Becken geleitet, wo es in Sonne und Wind verdunstet. Bleibt das Salz unraffiniert, behält es Spuren von Magnesium, Calcium und Kalium und etwas natürliche Restfeuchte. Viele empfinden es deshalb als milder und runder als raffiniertes Salz. Ein Beispiel ist das Salz aus Piran aus den Salinen von Sečovlje: Es kristallisiert nach traditioneller Methode auf der Petola-Schicht und trägt eine EU-geschützte Ursprungsbezeichnung.
Fleur de Sel: die Krönung
Die Salzblüte bildet sich nur an warmen, windstillen Tagen als hauchdünne Kruste an der Wasseroberfläche und wird von Hand abgeschöpft. Die Kristalle sind fein, flockig und zergehen auf der Zunge. Fleur de Sel wird nicht mitgekocht, sondern zum Schluss über Steak, Tomaten, Butterbrot oder sogar Schokolade gestreut. Zur Salzblüte aus Piran.
Steinsalz und Himalayasalz
Steinsalz stammt aus Meeren, die vor Millionen Jahren ausgetrocknet sind. Es wird in Bergwerken abgebaut und meist gereinigt und fein gemahlen. Das bekannte rosa Himalayasalz ist ebenfalls Steinsalz – es kommt größtenteils aus Pakistan, nicht aus dem Hochgebirge selbst. Die Farbe stammt von Spuren von Eisenoxid. Ernährungsphysiologisch unterscheidet es sich laut Verbraucherzentralen kaum von anderem Speisesalz.
Und was ist mit den Mineralstoffen?
Unraffinierte Salze enthalten etwas mehr Mineralstoffe als raffiniertes Tafelsalz. Bei den üblichen Mengen, die man isst, ist dieser Unterschied für die Versorgung aber gering. Der echte Unterschied liegt im Geschmack, in der Textur und in der Herkunft – und darin, ob Zusätze wie Rieselhilfen oder Jod enthalten sind (siehe Salz ohne Jod).
Welches Salz wofür?
- Nudelwasser, Teig, Saucen: feines Meersalz.
- Salzmühle, Ofengemüse, Salzkruste: grobes Meersalz – siehe Welches Salz für die Salzmühle.
- Steak, Salat, Tomaten, Butterbrot: Fleur de Sel, ganz zum Schluss.
- Vorrat, Gastronomie, Einlegen: unraffiniertes Meersalz im Großgebinde.
Häufige Fragen
Ist Meersalz gesünder als Steinsalz?
Nicht grundsätzlich. Beide bestehen überwiegend aus Natriumchlorid. Meersalz schmeckt oft runder; gesundheitlich entscheidend ist vor allem die Menge – Fachgesellschaften empfehlen für Erwachsene höchstens etwa 5–6 g Salz pro Tag.
Warum ist Himalayasalz rosa?
Die Farbe kommt von Spuren von Eisenoxid im Gestein.
Ist Fleur de Sel dasselbe wie Meersalz?
Fleur de Sel ist eine besondere Form von Meersalz – die oberste, feinste Kristallschicht, die von Hand abgeschöpft wird.
Warum ist Meersalz manchmal feucht?
Unraffiniertes Meersalz enthält natürliche Restfeuchte und Mineralstoffe, die Feuchtigkeit binden. Das ist ein Zeichen für wenig Verarbeitung, kein Mangel.







