„Unraffiniert“ heißt: Das Salz wird nach der Ernte nicht chemisch gereinigt, nicht gebleicht und ohne Zusätze abgefüllt. Raffiniertes Salz dagegen wird gelöst, gereinigt, neu kristallisiert und meist mit Rieselhilfen und Jod versetzt.
So wird Salz raffiniert
- Rohsalz wird in Wasser gelöst.
- Die Lösung wird gereinigt, Begleitstoffe werden entfernt.
- Das Salz wird im Vakuum neu auskristallisiert (Siedesalz).
- Rieselhilfen und oft Jod oder Fluorid werden zugesetzt.
Rieselhilfen – was ist das?
Damit Salz nicht klumpt, werden Trennmittel zugesetzt, etwa E 535, E 536 (Ferrocyanide) oder E 551 (Siliciumdioxid). Sie sind in der EU zugelassen. Wer möglichst naturbelassen kochen möchte, greift zu Salz ohne diese Zusätze.
Woran erkennst du unraffiniertes Salz?
- Zutatenliste: nur „Meersalz“ – keine E-Nummern.
- Farbe: leicht gräulich oder cremeweiß, nicht strahlend weiß.
- Leichte Feuchtigkeit, Kristalle kleben etwas zusammen.
- Herkunftsangabe einer Saline, z. B. „Salz aus Piran g.U.“.
Unsere unraffinierten Salze
Salz aus Piran g.U. und die Salzblüte werden von Hand geerntet und ohne Zusätze abgefüllt. Auch das Meersalz der Saline Nin ist unraffiniert – die 5- und 10-kg-Säcke sind jodiert, der 25-kg-Sack ist unjodiert. Mehr zu Jod: Salz ohne Jod.
Häufige Fragen
Warum klumpt mein Meersalz?
Weil keine Rieselhilfen enthalten sind und natürliche Mineralien Feuchtigkeit binden. Trocken lagern, bei Bedarf ein paar Reiskörner ins Gefäß geben.
Ist grau gleich schmutzig?
Nein. Ein leichter Grauton kommt von natürlichen Mineralien und dem Salinenboden – er ist typisch für handgeerntetes Meersalz.
Ist raffiniertes Salz schlecht?
Nein, es ist ein sicheres Lebensmittel. Unraffiniertes Salz ist einfach weniger verarbeitet und hat einen anderen Geschmack.




